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Kino 1997

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Bewertung:

Filme, die die schöne große Kinoleinwand nicht richtig ausnutzen, finde ich meistens langweilig. Deshalb kommen bei mir die anspruchsvollen Filme ohne großartige Effekte auch etwas schlechter weg.

Fisch Fisch Fisch Fisch Fisch ein Hit, unbedingt sehen
Fisch Fisch Fisch Fisch auch noch sehr empfehlenswert
Fisch Fisch Fisch Durchschnitt, gute Unterhaltung
Fisch Fisch eher langweilig
Fisch extrem langweilig bis grottenschlecht

Filme:

James Bond - Der Morgen stirbt nie - Action-Thriller (Vorpremiere 18. Dezember 1997)

Diesesmal soll Bond (Pierce Brosnan) den Medienmogul Elliot Carver (Jonathan Pryce) stoppen, der für sein neues Nachrichtenmagazin und eine gute Story den dritten Weltkrieg anzetteln will. Mit seinem für das Radar unsichtbaren Stealth-Boot will er China gegen die USA ausspielen. James Bond und seine asiatische Kollegin Wai Lin versuchen das zu verhindern.

Ein Bond, wie er sein muß. Es wird nix ausgelassen. James Bond fährt BMW-Motorad und BMW 740, fliegt einen Jet, springt Fallschirm und taucht. Natürlich teilt er auch kräftig aus und hat die altbekannte Wirkung auf Frauen. Bei der Story hatte ich allerdings das Gefühl, einiges schon zu kennen. Die Streifzüge des Stealth-Bootes von Carver erinnern nämlich sehr an die Nautilus aus '20000 Meilen unter dem Meer'. Werbestrategisch gut plaziert ist der BMW, dessen Auftritt keiner so schnell vergessen wird, auch wenn er schrottreif endet. Also, Story ok, endlich mal keine Rußland gegen Amerika Geschichte, Action ok, war reichlich, Frauen ok, teilweise buchstäblich umwerfend. Reingehen und anschauen!

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Comedian Harmonists - Musikdrama (Sneak Preview 10. Dezember 1997)

Berlin 1927: Der 'Arrangeur' Harry Frommermann findet keinen Job und ist pleite. Auf eigene Faust versucht er mit einer Anzeige, Sänger für eine A-Capella Gruppe zu finden. Robert Biberti meldet sich und ist begeistert von der Idee. Dank seiner Beziehungen kommen noch vier weitere dazu, unter ihnen der Pianist Bootz (Kai Wiesinger), und das Ensemble beginnt zu proben. Nach ein paar Startschwierigkeiten schafft die Gruppe tatsächlich den Durchbruch und, die Konzerte sind ein voller Erfolg. Der währt aber nicht lange, denn die Musik und vor allem die jüdische Abstammung einiger Mitglieder paßt den Nazis gar nicht.

Die Nacherzählung des Lebens der Comedian Harmonists ist Vilsmaier ganz gut gelungen. Der Film besteht zum großen Teil aus den Auftritten der Gruppe, die alle synchronisiert wurden mit den Originalaufnahmen der Comedian Harmonists. Das war aber nicht weiter stöhrend und angenehmer anzuhören, als die neu eingespielten Proben. Die Besetzung war auch gut. Neben dem Gesang hat der Film allerdings nicht viel Handlung zu bieten, und mir war stellenweise doch recht langweilig.

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Alien - Die Wiedergeburt - SF-Horror (1. Dezember 1997)

Für militärische Zwecke wollen Wissenschaftler auf einem Raumschiff Aliens züchten. Als Mutter soll Ellen Ripley (Sigourney Weaver) dienen, die vor 200 Jahren ein Alienbaby mit in den Tod genommen hat. So erblicken die beiden als DNS-Klon noch einmal das Licht der Welt. Das Alien wird zwar aus Ripleys Körper entfernt, doch die Gene haben sich beim Klonen etwas vermischt. Die Probleme kommen schnell, da sich die neu gezüchteten Aliens nicht lange einsperren lassen und schnell selbständig machen. Außerdem nehmen sie manchmal doch sehr menschliche Züge an, während Ripley sich teilweise gar nicht menschlich verhält.

Der Film war ein wenig enttäuschend. Nach dem Werberummel habe ich im Vergleich zu den ersten drei Teilen noch einmal eine Steigerung erwartet. Die gab es aber nicht. Die beklemmende Atmosphähre des ersten Teils wird bei weitem nicht erreicht. Auch bietet die Handlung keine großartigen überraschungen mehr. Es ist halt alles schon mal dagewesen. Das Alien, das am Ende einen ganzen Raum ausfüllt, fand ich auch etwas übertrieben, ebenso sein Neugeborenes. Insgesamt ist der Film nicht so schlecht, wie es jetzt klingt, er hat aber die hohe Erwartungshaltung nicht erfüllt. Die Spezialeffekte sind allerdings einwandfrei und gelangweilt habe ich mich kein bißchen.

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Nix zu verlieren - Komödie (Sneak Preview 26. November 1997)

Nick Beam (Tim Robbins) arbeitet in der Werbebranche und ist glücklich in seiner Ehe. Als er heimlich seine Frau beim Sex mit seinem Chef sieht, ist ihm alles scheißegal. Das merkt auch der schwarze Gelegenheitsdieb T, als er Nick auf der Straße überfällt und dessen Wagen haben will. Nick tritt aufs Gas und hat fortan den kleinen Gauner auf seinem Beifahrersitz. Durch diesen kommt Nick auf die Idee seinen Chef auszurauben, um sich so an ihm zu rächen. Der Coup gelingt zwar, aber nach einem Anruf bei seiner Frau will er das Geld am liebsten so schnell wie möglich zurückbringen.

Eigentlich nicht so ungewöhnlich: weißer Saubermann ist so verzweifelt, daß er einem Gauner keine Chance beim Autoklau läßt, und auf der gemeinsamen Tour freunden sich die beiden sogar ein bißchen miteinander an. Das ganze ist dann noch mit einigen netten Gags gewürzt, zum Beispiel was die Filmmusik angeht. Zusammen erhält man einen recht unterhaltsamen und witzigen Film, an den sich aber niemand lange erinnern wird.

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The Game - Psycho-Thriller (24. November 1997)

Nicholas van Orton (Michael Douglas) ist ein arroganter und emotionsloser Millionär. Er führt ein geregeltes, stinklangweiliges Leben und wohnt einsam in seiner Villa, nur seine Haushälterin leistet ihm ab und zu Gesellschaft. Selbst seinen 48. Geburtstag verbringt er alleine. Da bekommt er von seinem Bruder Conrad (Sean Penn) einen Gutschein für ein seltsames Realitäts-Spiel geschenkt. Nur widerwillig läßt sich Nicholas darauf ein. Doch das Spiel ist der reinste Horror. Seine Villa wird verwüstet, er verliert seinen Besitz und kommt fast ums Leben. Kein Mensch ist mehr da, dem er noch vertrauen kann. Das Spiel wird zum reinsten überlebenskampf.

Der Film fängt eher gemäßigt an. In bester Wallstreet-Manier spielt Douglas den gefühlskalten Geldmenschen van Orton. Als das Spiel dann aber losgeht, wird es richtig interessant. Man weiß nie, was real und was im Rahmen des Spiels inszeniert ist. Die vielen überraschenden Wendungen tun ihr übriges dazu, das man irgendwann überhaupt nicht mehr weiß, was man nun denken soll. Van Orton geht es aber nicht anders und Douglas spielt die Rolle so überzeugend, daß man sich fast genauso verzweifelt fühlt wie er. Um den Zuschauer so schön zu verwirren, bedarf es allerdings einer teilweise haarsträubenden Story, die dem Film aber keinen Abbruch tut. Insgesamt eine ungewöhnliche Idee, die bestimmt nicht langweilig wird.

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Project: Peacemaker - Action-Thriller (14. November 1997)

Im russischen Ural wird ein Zug mit zehn Atomsprengköpfen von Terroristen überfallen. Damit der Diebstahl nicht sofort entdeckt wird, zünden sie auch gleich eine Bombe. Die Welt soll glauben, daß es sich um einen gewöhnlichen Unfall gehandelt und sich die Ladung in Rauch aufgelöst hat. Doch Colonel Devoe (George Clooney) läßt sich nicht täuschen. Gemeinsam mit der Nuklearforscherin Dr. Kelly (Nicole Kidman) jagt er die Terroristen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

Terroristen bedrohen die Welt (USA). Das ist nun wirklich keine neue Idee und wurde auch schon schon x-mal verfilmt. Wenn es schon nicht die Story ist, die die Zuschauer bei diesem Film ins Kino lockt, so sollte es doch wenigstens eine gelungene Umsetzung sein. Doch weit gefehlt. Der Film ist kein bißchen mitreißend und man wird nie das Gefühl los, doch nur in einem Kino zu sitzen. Aus diesem ernsten Thema hätte man wirklich mehr machen müssen. Sehenswert ist allerdings eine spektakuläre und recht witzige Verfolgungsjagd durch Wien, bei der drei BMW wie in einem Autoscooter einen Mercedes jagen. Am Ende sehen die BMW aber nicht mehr sehr werbewirksam aus :-)

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Herkules - Zeichentrick (Sneak Preview 12. November 1997)

Als Hades, der Herrscher der Unterwelt, erfährt, daß die Götter Zeus und Hera Nachwuchs bekommen haben, der seine Weltherrschaftspläne zerstören könnte, schickt er seine Helfer Pech und Schwefel los, um das Baby loszuwerden. Das gelingt den beiden etwas bedepperten Typen aber nicht richtig, und so wächst Herkules auf der Erde heran, allerdings als Sterblicher. Um wieder zurück zu seinen Eltern auf den Olymp zu dürfen, läßt er sich beim Satyr Phil zum Helden ausbilden. Das wäre auch gar nicht so schwer, aber dann schickt Hades die schöne Meg zu Herkules, die ihm völlig den Kopf verdreht.

Sieht man mal davon ab, daß ich Zeichentrickfilme nicht besonders mag, war der Film eigentlich ganz gut. Er ist super gezeichnet, teilweise auch mit reichlich Computer-Unterstützung. Die Grenzen zwischen Zeichentrick und Computer-Animation verschwinden also zusehends. Genial sind die zahlreichen Anspielungen auf die heutige Zeit, zum Beispiel das Merchandising, das im Film mit Herkulesartikeln betrieben wird. Extrem nervig aber ist, das kennt man schon von anderen Disney-Filmen, der Gesang. Insgesamt trotzdem ein empfehlenswerter Film, wenn ... ja, wenn man Zeichentrickfilme mag.

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Scream - Horrorthriller (11. November 1997)

Eigentlich will sich Casey (Drew Barrymore) mit ihrem Freund nur ein Horrorvideo ansehen. Doch dann kommt das Grauen persönlich zu ihnen: Ein maskierter Mann terrorisiert Casey mit Telefonarufen. Er ist aber längst vor ihrem Haus und metzelt die beiden dahin. Am nächsten Tag taucht der Maskenmann bei Sidney Prescott (Neve Campbell) auf, doch sie kann entkommen. Da wittert die Reporterin Gale Weathers (Courteney Cox) eine heiße Story. Vor genau einem Jahr wurde Sidneys Mutter ermordet aufgefunden und für die Tat jemand zum Tode verurteilt. Gale vermutet, daß der wahre Killer noch auf freiem Fuß ist und nun erneut zuschlägt.

Geil, geil, geil. Wes Craven drehte zwar keinen Film, bei dem man schauernd im Kino sitzt, aber für besonders sanfte Gemüter ist er trotzdem nicht zu empfehlen. Für reichlich Spannung ist nämlich gesorgt. Außerdem fließt reichlich Blut und es gibt etliche Tote. Das ist aber nicht alles, der Film ist nämlich auch sehr witzig. In zahlreichen Szenen nimmt Craven das Horrorgenre auf die Schippe und bringt Anspielungen auf andere bekannte Horrorfilme.

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Air Force One - Action Thriller (4. November 1997)

Auf dem Rückflug von Moskau in die USA wird die Air Force One mit dem Präsidenten an Board von russischen Terroristen in ihre Gewalt gebracht. Ihr Anführer Korschunow (Gary Oldman) will so die Freilassung des Diktators Radek erpressen. Doch er hat die Rechnung ohne Präsident James Marshall (Harrison Ford) gemacht. Dieser hat die Maschine nicht per Fluchtkapsel verlassen, sondern versucht auf eigene Faust, die Maschine zurück zu erobern.

Eigentlich erstaunlich, daß es immer wieder deutsche Regisseure sind, die die patriotischsten Filme drehen. Diesmal ist es Wolfgang Peterson. Ist aber nicht so schlimm. Am meisten gestört hat mich leider Harrison Ford, der mittlerweile einfach etwas zu alt ist, um den Einzelkämpfer glaubhaft darzustellen. Auch Gary Oldman ist nichts besonderes. Er spielt den Bösewicht gut wie immer. Spannung wird vor allem durch die Enge des Flugzeuges und die anfänglich aussichtslose Lage erreicht. Durchaus sehenswert, aber kein Muß.

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Ganz oder gar nicht - Komödie (3. November 1997)

Gaz (Robert Carlyle) ist arbeitslos und kann den Unterhalt für seinen Sohn nicht bezahlen. Um ihn nicht ganz an seine Exfrau zu verlieren, muß Geld her. Beim Anblick eines Plakates der "Chippendale"-Stripper kommt ihm die Idee, es selbst mal zu mit einer Strip-Show zu probieren. Schnell hat er fünf weitere Arbeitslose um sich versammelt, die sich allerdings noch etwas zieren. Wen wundert das, schliesslich sind sie wirklich keine Schönheiten.

Erfrischende Komödie vor dem Hintergrund der Arbeitslosigkeit. Diese wird dabei zum Glück nie lächerlich gemacht. Etwas spektakulärer hätte der Film aber schon sein können. Aber was solls, so sind halt Komödien.

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Contact - SF (25. Oktober 1997)

Dr. Ellie Arroway (Jodie Foster) leitet ein SETI-Projekt zur Suche nach außerirdischem Leben. Nach mehreren Rückschlägen und immer neuen Versuchen, Geldgeber aufzutreiben, entdeckt sie bei Wega ein künstliches Radiosignal. In diesem Signal ist der Bauplan einer Maschine enthalten, von der alle erwarten, daß sie die Reise zu Wega möglich macht.

Dieser Film ist recht sehenswert. Vor allem die Maschine, die auch wirklich gebaut wird, ist mehr als sehenswert. Zudem bleibt der Film durchaus realistisch und stellt die Physik nicht zu sehr auf den Kopf. Leider enthält er etwas viel Jodie Foster, die wirklich fast in jeder Szene zu sehen ist.

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Die Apothekerin - Drama (21. Oktober 1997)

Hellas (Katja Riemann) Leben ist stinklangweilig. Als sie Levin (Jürgen Vogel) trifft, scheint es endlich aufwärts zu gehen. Dieser benutzt Hella aber hauptsächlich zur Linderung seiner Geldprobleme. Geld sehen will auch Dieter, ein alter Freund von Levin, der gleich mal bei den beiden einzieht. Die Lösung aller Geldsorgen erhofft sich Levin allerdings von seinem stinkreichen Großvater, der aber einfach nicht sterben will. Wie gut, daß Hella Apothekerin ist und immer ein paar Giftpillen dabei hat. Als der Alte dann endlich tot ist, erbt aber nicht Levin das Haus und das Vermögen, sondern Hella, und das auch nur, falls sie Levin heiratet.

Deutsche Filme sind meistens eine wohltuende Abwechslung zu den Effekt überladenen Hollywood-Produktionen, so auch diesesmal. Ein Hit ist er aber deswegen nicht. Zu bieder die Bilder und zu langweilig die Charaktere. Die eigentlich gute deutsche Standardbesetzung schafft es nicht, daß der Funke auf den Zuschauer überspringt. Nur die zahlreichen Leichen bringen etwas Abwechslung oder eher Erholung, denn es ist ja ein Darsteller weniger, der nervt. Naja, wenigstens war es nicht schon wieder eine Komödie, war mein erster Gedanke nach dem Film.

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Breakdown - Thriller (Sneak Preview 1. Oktober 1997)

Beim durchqueren der Wüste Nevadas bleibt der nagelneue Jeep von Jeff (Kurt Russell) und seiner Frau Amy mitten in der Einsamkeit einfach stehen. Da Jeff den Wagen nicht alleine lassen will, läßt sich Amy vom freundlichen Trucker (J.T. Walsh) zum nächsten Ort mitnehmen, um Hilfe zu holen. Als sie auch nach Stunden immer noch nicht zurück ist, macht sich Jeff, der den Wagen wieder flott machen konnte, auf die Suche. Er überholt den Truck, aber der Fahrer mimt den Ahnungslosen. Auch sonst will in der einsamen Gegend keiner etwas von Amy gesehen zu haben. So schnell gibt Jeff aber nicht auf.

Tolle Landschaftsaufnahmen in der Wüste Nevadas. Man spürt richtig die Einsamkeit und Hilflosigkeit, in der Jeff sich befindet. Der entwickelt sich langsam vom Ehemann zum Actionhelden. Toll gespielt von Kurt Russell. Spitzenklasse ist aber auch J.T. Walsh (den ich vorher nicht kannte), der den Trucker beängstigend überzeugend spielt. Der Film ist Spannung pur. Dabei kommt er ohne großartige digitale Effekte aus und lebt hauptsächlich von seinen Darstellern und den grandiosen Landschaftsaufnahmen.

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One Night Stand - Liebesdrama (27. August 1997)

Als Max (Wesley Snipes) seinen Aids-kranken Freund Charlie in New York besucht, lernt er Karen (Nastassja Kinski) kennen und verbringt eine Nacht mit ihr. Beide kehren danach in ihren normalen Ehealltag zurück. Ein Jahr später treffen sie sich am Sterbebett von Charlie wieder, da Karen die Frau von Charlies Bruder ist. Da sie sich immer noch zueinander hingezogen fühlen, nimmt das Leben der zwei Ehepaare ungewohnte Formen an.

Sehr gefühlvolle Inszenierung dieses Themas. Keine Effekthascherei und realistische Darstellung. Snipes kann voll überzeugen. Der Schwerpunkt des Filmes liegt nicht auf den Liebesszenen, da gibt es nur eine. Er zeigt vielmehr das Lebens von Max und das Sterben des kranken Charlie. Sozusagen ein One Night Stand mit viel Hintergrund und Tiefgang, also mal eine Betrachtung des Themas von einer anderen Seite. Soviel Anspruch kann ich eigentlich nur langweilig finden.

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Ein Mann - Ein Mord - Komödie (Sneak Preview 18. September 1997)

Nach langem Zögern folgt Martin Blank (John Cusack) einer Einladung zum zehnjährigen High-School-Treffen und fährt nach Michigan. Er ist Profikiller und hat dort ohnehin noch einen Auftrag zu erledigen. Ein bißchen störend ist nur, daß ihn dort gleich mehrere unter unter die Erde bringen wollen, Kollege Groce (Dan Aykroyd), ein Terrorist und zwei Gestalten von der NCA. Als er dann auch noch seine Jugendliebe Debi (Minnie Driver) wiedersieht, wird es für Martin echt anstrengend, den überblick zu behalten.

Total geil, einer der besten Filme des Jahres. Er ist klischeefrei und locker erzählt, hebt sich wohltuend aus der Masse ab, und es gibt viel zu Lachen. Außerdem ist er genial gespielt von John Cusack und von Minnie Driver (total süß). Ein absolutes Muß!

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Face Off - Im Körper des Feindes - Action (Sneak Preview 10. September 1997)

Durch einen Unfall fällt der Terrorist Castor Troy (Nicolas Cage) bei der Verfolgung durch den FBI-Agent Sean Archer (John Travolta) ins Koma. Pech für das FBI, daß Troy eine gigantische Bombe in LA versteckt hat und nur sein Bruder weiß, wo sie sich befindet. Um von diesem das Versteck der Bombe zu erfahren, läßt sich Archer durch eine Transplantation das Gesicht Troys verpassen. Das kann der natürlich auch, und so läft Troy nach dem Erwachen aus dem Koma in Gestalt Archers durch die Gegend und nutzt dessen FBI-Zugehörigkeit als Freikarte zum Morden. Archer kann das gar nicht gut finden und will natürlich sein Gesicht zurück.

Actionkost mit ungewöhnlich gut dargestellten Charakteren, brillant gespielt von Nicolas Cage, aber auch Travolta nimmt man seine Rolle ab. Zu Bruch geht genug, es gibt wilde Ballereien und auch die Actionszenen sind geil. Teilweise übertrieben, aber genau das will man im Kino ja geboten bekommen. Beachten sollte man auch die hübsche Tochter von Jean Archer, die für ihr Alter schon einen recht ausgeflippten Lebensstil führt.

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Men in Black - SF Komödie (10. Septembver 1997)

Ohne daß die normalen Leute davon wissen, leben in naher Zukunft, gut getarnt, die abgefahrensten Außerirdischen auf der Erde. Damit sie keinen Scheiß machen, werden sie von einer streng geheimen Behörde überwacht, den 'Men in Black'. Mit seinem neuen Partner J (Will Smith) geht K (Tommy Lee Jones) auf die Jagd nach Außerirdischen, die sich nicht anständig benehmen. Allen voran eine Riesenschabe, die im Edgar-Kostüm durch die Gegend zieht und die Welt vernichten will. Dabei verwenden die MIB aberwitzige Waffen, mit einer können sie sogar 'Blitzdingsen'.

Ich fand den Film zuerst nicht so umwerfend. Aus der guten Filmidee könnte mann wirklich mehr machen. Der rechte Zusammenhalt hat auch gefehlt, weil die meisten Außerirdischen nur einmal kurz im Film auftauchen und dann nicht mehr. Die Ausstattung ist aber erste Sahne, besonders die MIB-Zentrale fand ich klasse. Wahnwitzig sinnig ist der Film trotzdem und eine geile Filmidee sowieso. Also kann ich nur sagen: angucken, weil kultverdächtig.

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Bean - Der ultimative Katastrophenfilm - Komödie (31. August 1997)

Um den Museumswärter Bean (Rowan Atkinson) als unfähig dastehen zu lassen und ihn für immer loszuwerden, wird er von seinen Kollegen als angeblicher Kunstexperte in die USA geschickt. Dort soll er einen Vortrag zu einem meherere Millionen Dollar teuren Gemäde machen. Die Katastrophe ist vorprogrammiert. Erst zerlegt Bean die Wohnung seines Gastgebers, dann zerstört er dessen Ehe und zu guter Letzt ruiniert er auch noch das Gemälde.

Dieser Film ist wirklich etwas zum Ablachen. Allerdings nur, wenn einem der Humor eines Rowan Atkinson alias Mr. Bean zusagt, sonst sollte man besser die Finger davon lassen. Bean kommt aber nicht als geballte Ladung herüber, es gibt also durchaus auch 'normale' Szenen. Sonst wäre der Film auch keine 90 Minuten zu ertragen. Ich habe mich prima amüsiert, bin aber am Ende doch ein bißchen unbefriedigt heimgegangen. Deshalb nur drei Fische.

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Hunger - Sehnsucht nach Liebe - Liebesfilm (Sneak Preview 27. August 1997)

Laura leidet an Bulemie. Sie kommt mit ihrem Leben nicht klar und stürzt sich immer wieder in Freßanfälle. Hoffnung gibt es für sie, als sie den Graffitisprüher Simon (Kai Wiesinger) kennenlernt. Doch sie verschweigt ihm ihre Freßsucht. Als Simon das ausgerechnet beim Besuch seiner Eltern erfährt, scheint die kurze Beziehung schon wieder zu Ende zu sein, und es für Laura keine Hoffnung mehr zu geben.

Eine gute Idee, die von den Betroffenen meißt verheimlichte Bulemie mal im Kino darzustellen, und zu zeigen, daß es eine ernste Krankheit ist (ich kann sie allerdings immer noch nicht nachvollziehen). Leider ist der Film aber trotz der sehr authentischen Darstellung gähnend langweilig. Ein reiner Liebesfilm halt. Keine Action und nicht komisch, Anspruch pur. Für so einen realistischen Film brauch ich wirklich nicht ins Kino, da gehe ich nämlich hin, um abgefahrene Sachen zu sehen. Wozu hat man schließlich eine große Leinwand.

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Das fünfte Element - Fantasy Science Fiction (Sneak Preview 20. August 1997)

New York im Jahre 2259. Das "Absolut Böse" rast auf die Erde zu. Nur vier Steine angeordnet um ein fünftes Element können sie noch retten. Dieses heißt Leeloo (Milla Jovovich) und landet über einige Umwege leicht bekleidet bei Korban Dallas (Bruce Willis) im Flugtaxi. Jetzt fehlen nur noch die Steine, die auf einem fernen Planeten bei einer Person des Vertrauens zu finden sind. Aber auch der profitgierige intergalaktische Geschäftemacher Zorg (Gary Oldman) ist hinter den Steinen her.

Dieser Film ist kultverdächtig. Eine Mischung aus Bladerunner, Indiana Jones und Stirb langsam in buntem SF verpackt. So ein gigantisches New York hat die Welt noch nicht gesehen. Abgefahrene Außerirdische und die vielen witzigen kleinen Details lockern das ganze weiter auf. Teilweise wurde fast ein bißchen viel in den Film eingebaut, einige Gags gehen unter, andere tauchen immer wieder auf. Sagenhaft gut, weil scheußlich schlecht, ist Gary Oldmans Frisur. Insgesamt ein Film, den man gesehen haben muß. Da stört auch die vorhersehbare Story nicht.

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Vergessene Welt - Saurier Action (12. August 1997)

Der Jurassic Park ist zerstört, nicht aber die Dinosaurier. Die machen sich seit vier Jahren auf einer Nachbarinsel ein schönes Leben. Dort hatte John Hammond einen Großteil seiner Genlabors errichtet und die geschlüpften Saurier in den Jurrasic Park transportiert. Durch einen Hurrikan wurden die Labors verwüstet, und die Tierchen konnten sich munter fortpflanzen (unglaublich, wie schnell das in so kurzer Zeit geht). Ein Beobachtungsteam, unter ihnen auch wieder Dr. Malcolm (Jeff Goldblum), soll die Insel untersuchen. Dort ist derweil Hammond's profitgieriger Neffe dabei, Dinosaurier zu fangen, um in San Diego einen neuen Dino Park zu errichten.

So einfach geht das. Man nimmt eine zweite Insel mit Saurieren und schon kann man eine Fortseztung drehen. Nach ein bißschen Vorgeplänkel geht es auch gleich zur Sache. Anders als in 'Jurassic Park' sind die Saurier hier aber allgegenwärtig, es vergeht kaum eine Minute ohne einen Dino im Bild. Aber die sind nichts besonderes mehr, hat man sie doch schon einmal gesehen. Die ununterbrochene Präsenz der Dinosaurier sorgt allerdings für die nötige Unterhaltung und dafür, daß der Film bestimmt nicht langweilig wird. Die Animationen sind wieder erste Sahne, ich hab nicht einmal das Gefühl gehabt, eine Computeranimation zu sehen. Teilweise wirklich beängstigend echt.

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Chasing Amy - BeziehungsKomödie (Sneak Preview 23. Juli 1997):

Die Freunde Holden und Banky sind die Herrausgeber des Comic-Magazins "Bluntman & Chronic". Bei einer Präsentation lernt Holden die Zeichnerin Alyssa kennen und verliebt sich in sie. Er ist geschockt, als er herausfindet, daß Alyssa lesbisch ist. Er läßt aber nicht locker und versucht sie trotzdem für sich zu gewinnen, bis er einiges aus ihrer sexuellen Vergangenheit erfährt. Nebenbei gerät noch die Freundschaft zu Banky in Gefahr, dem die Beziehung gar nicht paßt.

Dieser Film geht so locker mit dem Thema Sex um, daß man sich fast überrannt fühlt. Niemand wird ausgelassen, Schwule, Lesben und Heteros, alle bekommen ihr Fett ab. Nacktszenen gab es aber keine. Sehr gut getan haben dem Film die unbekannten Darsteller, die total unbefangen und sehr gut gespielt haben. Fürchterlich waren aber die vereinzelten langen Monologe, die ein bißchen gesülzt daher kamen. Ich fand den Film aber auch insgesamt stinklangweilig, er war vielleicht ein bißchen zu realistisch, deshalb bekommt er nur einen Fisch. Wer anspruchsvolle Filme mag und auf Action völlig verzichten kann, dem ist er aber zu empfehlen.

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Speed 2 / Cruise Control - Action (21. Juli 1997):

Undercoveragent Alex Shaw (Jason Patric) will mit seiner Freundin Annie Porter (Sandra Bullock) eine Kreuzfahrt machen. Doch die Reise verläuft alles andere als erholsam. Der abgedrehte Computerspezialist John Geiger (Willem Dafoe), der einst die Steuerprogramme für Kreuzfahrtschiffe mitentwickelt hat, hat es auf den Diamantenschmuck abgesehen, der sich an Bord befindet, und bringt den Kahn in seine Gewalt. Alex und Annie haben allerhand zu tun, um Geiger aufzuhalten, denn der hat das Schiff voll unter Kontrolle.

Speed hat in diesem Film vor allem die Kameraführung. Das ständige Gewackel und die schnellen Schnitte sind sehr gewöhnungsbedürftig. Hat man das erst mal verkraftet, kann es richtig losgehen. Der Film hat zwar nicht die Schnelligkeit von Speed 1, es gibt auch kaum etwas trägeres als ein Kreuzfahrtschiff, das spielt aber keine große Rolle. Langeweile hatte ich nämlich keine. Der Film lebt vom ständigen Kampf zwischen Mensch und Maschine und kann mit einigen gro&szligartigen Effekten aufwarten. Allen voran der Zusammenstoß des Kreuzfahrtschiffes mit einem Tanker und das 'Anlegen' in einem Küstenörtchen. Ach der Nahkampf von Alex mit der Schiffsschraube war nett, wenn auch etwas unglaubwürdig. Alles in Allem großartige Unterhaltung mit so gut wie null Handlung.

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Aus dem Dschungel, in den Dschungel - Komödie (Sneak Preview 16. Juli 1997):

Der New Yorker Börsenmakler Michael (Tim Allen) will wieder heiraten. Vorher fliegt er noch nach Venezuela, um die Scheidung von seiner Ex-Frau zu regeln, die mittlerweile mitten im Urwald bei einem Stamm Eingeborener lebt. Dort erfährt Michael, daß er einen 13 jährigen Sohn hat: Mimi-Siku. Dieser will unbedingt mit nach New York, und da ist das Chaos vorprogrammiert. Mit Mimi-Siku und Michaels neuer Verlobter prallen zwei Welten aufeinander, außerdem hält er sich eine Tarantel als Haustier, pinkelt in Blumentöpfe, grillt die Fische aus Aquarien und hat auch sonst noch ein paar Probleme mit dem Großstadtleben.

Oh Gott, war das langweilig. Es gab ein paar nette Gags und sicher gefällt der Film auch einigen, ich bin jedenfalls fast eingeschlafen. Der ganze Film ist sehr friedlich und das Ende war auch vorherzusehen. Von der Machart her vergleichbar mit 'Jack'. Kann sein, daß der Film bei mir etwas zu schlecht wegkommt, aber ich kann mich für so etwas wirklich nicht begeistern.

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Bandits - Musikdrama (15. Juli 1997):

Die vier Frauen Emma (Katja Riemann), Luna (Jasmin Tabatabai), Angel (Nicolette Krebitz) und Marie sitzen im Knast. Mit ihrer Band Bandits sollen sie bei einem Polizeiball auftreten. Bei der Gelegenheit gelingt ihnen die Flucht. Auf ihrer Flucht vor der Polizei begeistern sie immer mehr Leute mit ihrer Musik.

Man könnte wirklich meinen, man hätte Viva eingeschaltet. Der ganze Film ist ein einziger Videoclip. Ist aber mal was anderes. Die Musik der Bandits kann man sich auch sehr gut anhören, sie erzeugt im Film eine geniale Stimmung. Mir hat er deswegen ganz gut gefallen, nur die schnellen Schnitte und die sehr dürftige Handlung haben mich doch etwas gestört.

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Batman & Robin - Fantasy (13. Juli 1997):

Mr. Freeze (Arnold Schwarzenegger) verbündet sich mit Poison Ivy (Uma Thurman) und will die ganze Welt einfrieren. Das versuchen Batman (Goerge Clooney) und Robin (Chris O'Donnell) zu verhindern. Hilfe bekommen sie auch noch vom Batgirl (Alicia Silverstone).

Die Story ist eigentlich nur zweitrangig. Sie dient als Hintergrund für ein gigantisches Actionspektakel. In diesem Film ist Ausstattung alles, ich kam mir fast vor wie in einem Vergnügungspark. Wenn man über einige Ungereimtheiten hinwegsieht, ist er Unterhaltung pur. Man darf aber kein Batman-Hasser sein. Obwohl schauspielerisches Talent eher zweitrangig ist, fand ich auch die Besetzung ganz gelungen.

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Anaconda - Horror (Sneak Preview 9. Juli 1997):

Ein Dokumentarfilmteam zieht im brasilianischen Regenwald los, um einen Indianerstamm zu filmen. Doch statt dessen stoßen sie auf Riesenanacondas und den zwielichtigen Schlangenfänger Paul Serone (Jon Voight), der mit dem Schiff des Teams seine eignenen Pläne hat.

Die Meinungen über den Film gehen auseinander. Bis jetzt bin ich der einzige, der ihn halbwegs ok findet. Es gibt einige nette Ekelszenen und spannend ist er auch. Die Animationen sind ganz nett gemacht, rufen aber manchmal schon einige ungewollte Lacher hervor. Für Genre-Fans durchaus sehenswert.

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Wilde Kreaturen - Komödie (8. Juli 1997):

In einem englischen Zoo sollen Vince McCain (Kevin Kline), Willa Weston (Jamie Lee Curtis) und Rollo Lee (John Cleese) für mehr Umsatz sorgen. Dazu sollen alle friedlichen Tiere aus dem Zoo geschafft und nur noch 'wilde Bestien' gehalten werden. Außerdem wird der Zoo voll Werbeplakate gestopft.

Ich weiß noch nicht so genau, was ich von dem Film halten soll. Er ist nicht so makaber wie 'Ein Fisch namens Wanda' und erreicht auch nicht dessen Qualität. Es gibt zwar auch jetzt reichlich zu lachen und Jamie Lee Curtis sieht so gut aus wie immer. So richtig befriedigt bin ich aus dem Film aber nicht rausgegangen. Trotzdem nett anzuschauen.

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Con Air - Action (4. Juli 1997):

Cameron Poe (Nicolas Cage) hat wegen Totschlags 8 Jahre im Gefängnis gesessen. In einem Flugzeug soll er zu seiner Frau und eine Gruppe von Schwerverbrechern in ein neues Hochsicherheitsgefängnis gebracht werden. Unter der Führung von Cyrus Grissom (John Malkovich) bringen diese das Flugzeug in ihre Gewalt, und Poe versucht in bester 'Stirb langsam'-Manier, die Verbrecher zur Strecke zu bringen.

Die Story ist zwar recht dünn, reicht aber aus, um ein gewaltigs Action- Feuerwerk abbrennen zu lassen. Was in diesem Film zu Bruch geht, ist echt umwerfend. Höhepunkt ist wohl die Landung des Transportflugzeugs in den Straßen von Las Vegas. Wer Actionfilme mag, kommt hier voll auf seine Kosten, anspruchsvolles Kino bietet er aber nicht. Auffällig ist noch die für einen solchen Film ungewöhnlich gute Besetzung, allen voran John Malkovich, der furchtbar ungemütlich gucken kann.

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Metro - Action Thriller (6. Juni 1997):

Der Polizist Roper (Eddie Murphy) ist Spezialist für Geiselnahmen. Als sein Partner erschossen wird, will er den Mörder Korda (Michael Wincott) zur Strecke bringen. Nebenbei bekommt er auch noch einen neuen Schützling an seine Seite, den er anlernen soll. Außerdem würde er gerne wieder mit seiner Ex-Freundin anbandeln, die ihn verlassen hat. Roper faßt Korda, aber der flieht aus dem Knast, und es entwickelt sich immer mehr ein privater Zweikampf zwischen den beiden.

Der Film ist ganz brauchbar, ein solider Thriller mit etwas Action gewürzt. Gut anzusehen und Langeweile kommt auch keine auf. Man sollte Eddie Murphy aber schon ein wenig mögen, denn es gibt fast keine Szene ohne ihn. Herausragend fand ich Michael Wincott (muß man nicht kennen), der in seiner Rolle als Bösewicht wirklich klasse ist. Ich war hin und weg.

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Nacht über Manhatten (Sneak Preview 4. Juni 1997):

Bei einem Polizeieinsatz kommen drei Polizisten ums Leben und einer wird schwer verletzt. Der Sohn des verletzten Polizisten und angehende Staatsanwalt Cassey (Andy Garcia) bekommt diesen bombensicheren Fall übertragen und hat damit die Chance seines Lebens. Er gewinnt zwar, da aber offenbar auch die Korruption in den betroffenen Polizierevieren eine Rolle gespielt hat, geht Cassey dieser Sache nach und muß mit Erschrecken feststellen, daß vielleicht auch sein Vater damit zu tun hat.

Was soll man zu diesem Film noch sagen, er war grottenschlecht. Es gab keinen Höhepunkt und er pl&aumltscherte so vor sich hin. Alle Themen wurden furchtbar schnell abgefertigt, aber keines richtig. Deshalb wirkte der Film oberflächlich. Für mich ist er einer der schlechtesten dieses Jahres.

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Jack - Komödie (Sneak Preview 28. Mai 1997):

Jack's (Robin Williams) innere Uhr tickt 4x so schnell wie die eines normalen Menschen. So kommt es, daß er im Alter von 10 Jahren aussieht wie ein 40 jähriger. Als seine Eltern ihm erlauben, in die Schule zu gehen, ergeben sich einige Schwierigkeiten.

Robin Williams darf mal wieder das tun, was er am liebsten macht: ein Kind spielen. Das gelingt ihm ähnlich gut, wie schon in Hook. Das war es auch schon, was an dem Film gut ist. Ab und zu konnte man lachen, es hielt sich aber durchaus in Grenzen, sonst ist er gähnend langweilig und total albern. Außerdem ist das Thema einfach zu unrealistisch.

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Absolute Power - Thriller (27. Mai 1997):

Luther Whitney (Clint Eastwood) ist als Meisterdieb unterwegs. Bei einem Coup in der Villa eines angesehenen Milliardärs beobachtet er unfreiwillig, wie sich dessen Frau mit dem Präsidenten (Gene Hackman) vergnügt. Das Treffen gerät außer Kontrolle, und die Frau wird vom Secret Service erschossen. Als Mordzeuge wird Luther nun von Polizei, Secret Service und einem Auftragskiller gejagt.

Der Film beginnt sehr lasch. Das Rendezvous zu Beginn fand ich gähnend langweilig. Erst nach dem Mord bekommt der Film Fahrt und es kommt ordentlich Spannung auf. Von dieser lebt der ganze Film, denn Action oder Nacktszenen gibt es wenig bis gar nicht. Dafür hat er eine schlüssige Story und ist ausgezeichnet gespielt.

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Der Dummschwätzer - Komödie (Sneak Preview 21. Mai 1997):

Das gesamte Leben besteht für den geschiedenen Anwalt Fletcher Reede (Jim Carrey) nur aus Lügen. Vor Gericht gewinnt er so die unmöglichsten Fälle. Nur sein Sohn, der bei der Mutter lebt, leidet sehr unter der Unzuverlässigkeit seines Vaters. An seinem Geburtstag wünscht er sich, daß sein Vater einen Tag lang nicht lügt. Fletcher gerät dadurch in die ulkigsten Situationen.

Absolut durchgeknallt. Diesen Film muß man gesehen haben. Er hat durchaus Niveau und ist mit Stußfilmen wie 'Dumm und Dümmer' überhaupt nicht zu vergleichen. Er ist auch kein reiner Carrey-Film und deshalb wird wohl jeder seinen Spaß haben. Ich lag jedenfalls am Boden.

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White Lies - Komödie (Sneak Preview 14. Mai 1997):

Der junge schwarze Leon (Larry Gilliard) gibt vor, Maler zu sein, und beeindruckt damit die weiße Galeristin Mimi (Julie Warner). Sie will mit seinen Bildern eine eigene Galerie aufmachen und 'groß rauskommen'. Zwischen den beiden entwickelt sich aber im Laufe der Zeit ein bißchen mehr als nur eine geschäftliche Beziehung. Da Leon jetzt unmöglich zugeben kann, daß er die Bilder gar nicht selbst gemalt hat, scheint die Katastrophe unausweichlich.

In diesem Film gibt es zwar viel zu lachen, er ist aber nichts besonderes. Wäre da nicht die wirklich toll aussehende Julie Warner, hätte ich ihn sicher schlecht gefunden.

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The Saint - Action (13. Mai 1997):

Der Amerikaner Simon (Val Kilmer) ist als Meisterdieb in Rußland unterwegs und klaut für Honorare in Millionenhöhe geheime Sachen. Als er sich bei einem Auftrag der russischen Mafia in die Amerikanerin Emma (Elisebeth Shue) verliebt, die er bestehlen soll, gerät er in einen Gewissenskonflikt. Zusätzlich sitzten ihm noch seine Auftraggeber im Nacken, die ihn nach volltaner Arbeit tot sehen wollen.

Der Film beginnt recht langweilig und in der ersten halben Stunde habe ich nie vergessen können, daß ich in einem Kino sitze. Die minütlich wechselnden Verkleidungen und Namen von Val Kilmer wirken mit der Zeit eher nervig. Erst als Emma ins Spiel kommt, wird der Film interessanter und durchaus einem Actionfilm gerecht. Er ist kein Muß, aber entäuscht wird man auch nicht.

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Das Relikt - Horror (8. Mai 1997):

Ein Horror-Reptil zerstückelt fast sämtliche Besucher eines Museums. über die Story kann man nicht viel sagen, ohne zuviel über die Herkunft des Untiers zu verraten.

Der Film lebt hauptsächlich von den Auftritten des Untieres, die ganz ansehnlich gemacht sind. Er ist spannend und eklig, also alles was das Herz begehrt. Wem Alien gefallen hat, der wird auch hier auf seine Kosten kommen.

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Kamasutra - Liebesdrama (Sneak Preview 7. Mai 1997):

Der Film ist nicht das, was der Titel erwarten läßt. Er zeigt keine akrobatischen Sexstellungen, sondern eine Liebesgeschichte in Indien. Maya verführt in der Hochzeitsnacht den Gatten ihrer besten Freundin. Auch im weiteren Verlauf des Films findet dieser deutlich mehr Gefallen an Maya als an seiner Frau.

Viel sollte man nicht erwarten. Es gibt schöne Landschaftsaufnahmen und ein bißchen nackte Haut. Maya sieht wirklich ganz gut aus, sie kann aber nicht über die Längen hinwegtrösten, die der Film hat.

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Rosanna's letzter Wille - Komödie (Sneak Preview 23. April 1997):

Rosanna (Mercedes Ruehl) wird wegen einer Krankheit bald sterben. Ihr größter Wunsch ist es, neben ihrer verstorbenen Tochter auf dem örtlichen Friedhof begraben zu werden. Dort sind aber nur noch drei Gr&aumlber frei, und ihr Mann Marcello (Jean Reno) versucht nun mit 'extreme lebensretting' zu erreichen, daß im Ort keiner mehr stirbt, oder daß die, die sterben, wenigstens nicht begraben werden. Gleichzeitig versucht Rosanna ihre Schwester als neue Ehefrau ihrem Mann zuzuschieben.

Sehr lockerer und amüsanter Umgang mit dem Tod. Mit jedem weiteren Sterbekandidaten werden die Einfälle von Marcello abstruser. Der Film ist recht witzig, aber unspektakulär, also eher für Liebhaber ruhigerer Filme. Erwähnen sollte ich vielleicht noch, daß sowohl Rosanna als auch ihre Schwester ganz nett aussehen und den Film noch ein bißchen aufwerten.

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Lost Highway - Psycho Thriller:

Der Film ist schwer zu beschreiben weil es keine klar ersichtliche Handlung gibt. Vielmehr gibt er die Gedanken des schizophrenen Fred (Bill Pullman) wieder. Dieser findet vor seiner Haustür ein Video, das ihn und seine brünette Frau Renee (Patricia Arquette) schlafend im Bett zeigt. Ein anderes Video zeigt seine Frau tot im Schlafzimmer, was wirklich der Fall ist. War Fred es selbst? Er landet im Knast, aber am nächsten Morgen sitzt Pete statt seiner in der Zelle und wird freigelassen. Pete verliebt sich in die blonde Alice (Patricia Arquette in einer zweiten Rolle), die Geliebte eines Gangsters und verbringt mit ihr wilde Stunden. Am Ende taucht auch Fred wieder auf.

Man merkt sehr deutlich, daß David Lynch mit dem Film irgendwelche Wahnvorstellungen wiedergeben will. Entsprechend unverständlich ist er auch; mit nichts vergleichbar, was ich bis jetzt gesehen habe. Die Dialoge erklären fast nichts, das machen eher noch die Bilder. Obwohl der Film ungewöhnlich ist, man konnte ihn gut anschauen. Langweile kam keine auf und besonders der Titelsong 'I'm deranged' von David Bowie hat es mir angetan. Er erzeugte schon zu Beginn die richtige Stimmung. Eine wahre Augenweide war außerdem Patricia Arquette als Alice. Im ganzen ein Film, über den man noch lange nachdenken wird.

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Donnie Brasco:

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14 Tage lebenslänglich:

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Vertrauter Feind:

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Der englische Patient - Liebesdrama (Sneak Preview):

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