Kemater Alm (1673 m) mit Kalkkögel
Kemater Alm (1673 m) mit Kalkkögel
Innsbrucker Hütte mit Tribulaunen
Innsbrucker Hütte mit Tribulaunen

Von Seefeld nach Meran

Stubaier Alpen, Texelgruppe

Transalp Tirol 2013


Streckenverlauf der 6 Etappen: Seefeld - Inntal - Seejöchl - Stubaital - Innsbrucker Hütte - Gschnitztal  - Pflerscher Scharte - Pflerschtal - Ridnauntal - Schneeberg - Pfelders - Spronser Joch  - Meran Streckenbeschreibung

Start: Montag, 22. Juli 2013 - Stop: Sonntag, 28. Juli 2013 - Kilometer: 185 km - Höhenmeter: 9100 hm

Dieses Jahr muss ich unbedingt wieder in die Berge. Das Jahr 2012 verlief in jeder Hinsicht positiv (neues Rad, super Fitness, drittes Kind), aber für die Alpen hat es dann doch nicht mehr nicht gereicht.

Von den Planungen aus dem letzten Jahr habe ich noch einen leichten Schweizcross zum Lago Maggiore in der Schublade. Aber auch Appis Transalp Tirol schwirrt schon länger in meinem Kopf herum. Etwas unschlüssig, ob die Schweizroute was taugt, überlasse ich Thomas die finale Entscheidung. Das Ergebnis war eigentlich vorher schon klar. Nach allem, was wir bereits erlebt haben: Wir versuchen die Transalp Tirol von Markus Apperle.

Etwas unpassend bei dieser nicht gerade trivialen Routenführung ist ein Schlüsselbeinbruch, den ich mir Anfang Mai zugezogen habe. Vom Arzt, der die Metallplatte eingesetzt hatte, habe ich zwar das OK, aber drauffallen sollte ich nicht. Ich habe ihm auch nicht ganz offen erzählt, was ich eigentlich vor habe.

Als dritter Mitfahrer wird Felix ins Boot geholt. Er hat mich bereits im letzten Jahrtausend ab und zu begleitet und ich kenne ihn als schmerzfreien Begleiter, den auch eine Tour nicht aufhalten wird, die bereits im Vorfeld als etwas speziell erkennbar ist. Gerade mit ihm hatte ich vor fast 15 Jahren bereits die Schneebergscharte überquert, die wir somit gemeinsam wiedersehen werden.

Also zurück in die Ostalpen, da war ich jetzt schon länger nicht mehr. Schön. Die Streckenplanung ist einfach, gibt es doch zur Route ein Roadbook von meinem Bekannten Andreas Albrecht inklusive GPS-Tracks. Auch der Kontakt zu Appi ist schnell hergestellt um noch ein paar Feinheiten herauszukitzeln. Er wünscht uns viel Spaß! Den werden wir haben. Bei eigenen Planungsversuchen vor einigen Jahren hatte ich den Versuch abgehakt, westlich des Brenners eine Verbindung nach Süden zu finden. Jetzt wird es genau dort lang gehen.

Ich kann es vorwegnehmen. Wer denkt, er kennt schon alles, für den ist die Transalp-Tirol eine Strecke, die man einfach mal abhaken muss. Für Standard-Alpencrosser ist sie ziemlicher Blödsinn. Es ist ein Alpencross mit üblichen Daten, zusammengepresst auf die halbe Strecke. Ich bin noch nie vorher mit nur drei Karten ausgekommen. Alles steiler, alles anstrengender, alles schiebender. Ich schätze, dass wir 50% der Zeit den Bock neben uns oder auf den Schultern hatten. Man muss das wollen! Runter kann man auch ohne exzellente Fahrtechnik viel fahren, oft aber doch zu ausgesetzt. Leider hat mich auch mein geflickter Knochen extrem verunsichert. Zu Recht. Es ging aber alles gut, obwohl ich dann doch mal drauf gefallen bin.

Im Fazit war es irgendwie trotzdem gut. Wir haben es ja so gewollt, und ich habe mich wirklich als Finisher gefühlt. Die Tour hinterlässt auf jeden Fall einen positiveren Eindruck, als die verknorzte Tour 2011 in den Westalpen. Weit herum kommt man allerdings nicht. Und jedem empfehlen kann man sie auch nicht.

Bei den Tagesberichten sind die Etappendaten leider etwas unvollständig. Erstens hatten wir keinen Tacho dabei, der Fahrzeit und gefahrene Höhe sauber aufzeichnet, zweitens sind meine manuellen Notizen zu Hause dem Reißwolf zum Opfer gefallen. Da es diese Angaben im Roadbook gibt, ist das aber zu verschmerzen.

Die Tagesberichte im einzelnen:

Tag Bericht Strecke Daten Bilder
1 Auftakt Seefeld - Zirl - Ranggen - Grinzens - Kemater Alm - Adolf Pichler Hütte 42 km
1700 hm
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2 Erster Härtetest Adolf Pichler Hütte - Seejöchl - Starkenburger Hütte - Neustift - Pinnistal - Innsbrucker Hütte 26 km
2000 hm
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3 Nach Südtirol Innsbrucker Hütte - Gschnitztal - Tribulaunhütte (ö) - Pflerscher Scharte - Tribulaunhütte (i) - Pflerschtal 25 km
1350 hm
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4 Rumgeeiere Pflerschtal (St. Anton) - Vallmingalm - Roskopf - Ridnauntal 25 km
1000 hm
Seite 2
5 Ins Passeier Ridnauntal - Poschhaus - Schneebergscharte - Moos - Pfelders 37 km
2000 hm
Seite 3
6 Zieleinlauf Pfelders - Faltschnaljöchl - Spronser Joch - Dorf Tirol - Meran 27 km
1000 hm
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Highlights der Tour:

Nicht so toll:

Sonstiges: