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Dienstag, 15. August 2000

Tag 3: Über die Filtzenscharte zum Krimmler Tauernhaus

Steinberghaus - Filtzenscharte - Wald im Pinzgau - Krimml - Krimmler Tauernhaus Streckenbeschreibung

Start: 9.00 Uhr - Stop: 17.00 Uhr - Kilometer: 50 km - Höhenmeter: ca. 1600 hm - Schnitt: 10,9 km/h - Max: 69,8 km/h - Fahrzeit: 4,5 h

Die letzten fahrbaren Meter vor der Wanderung über die Filzenscharte
Die letzten fahrbaren Meter vor der Wanderung über die Filzenscharte
Nur nicht so hastig
Nur nicht so hastig

Das Wetter ist unverändert, wir haben wieder Sonne. Nach einem guten Frühstücksbuffet gehen wir deshalb motiviert auf die Strecke. Auch bei der heutigen Etappe können wir wieder einen auf gemütlich machen. Die schweren Tage kommen erst noch. Schon im Steinberghaus (889 m) hat man uns gesagt, dass wir beim weiteren Aufstieg Richtung Filzenscharte (1686 m) auf keinen Fall den Beschilderungen folgen sollen. Diese sind für Wanderer und bedeuten für Mountainbiker übelste Schlepperei über steile Weidewiesen. Wir sollen einfach den Hauptweg weiterfahren bis zur Foischingalm (1600 m). Danke für diese Information, aber sie erreicht uns zu spät. Das hätten wir vor drei Jahren wissen müssen, als wir hier das erste Mal vorbeigekommen sind. Da haben wir den Wandersteig voll ausgekostet, bis wir weit oben - total durchnässt (von unten) - wieder auf dem eigentlichen Weg gelandet sind. Diesmal wäre ich also sowieso auf dem Weg weiter gefahren.

Fußmarsch zur Filzenscharte (1686 m)
Fußmarsch zur Filzenscharte (1686 m)
Aufsteigen, losfahren, absteigen ...
Aufsteigen, losfahren, absteigen ...
Abfahrt von der Filtzenscharte
Abfahrt von der Filtzenscharte
Geschafft, der Weg geht weiter
Geschafft, der Weg geht weiter

Er endet an der uns bereits bekannten Stelle an der Foischingalm. Die anderen drei warten wie üblich bereits auf mich. Über die Filzenscharte (1686 m) müssen wir nun eine halbe Stunde schieben. Diese Prozedur haben wir beim letzen Mal fluchend im Nebel und Schnee hinter uns gebracht, beim heutigen Wetter und der grandiosen Aussischt macht es sogar Spaß. Als der Weg wieder anfängt, heißt es erst Mal Pause. Dann durchrollen wir einige Bäche und brausen die Schotterpiste hinunter ins Tal. Dort wird der Weg zur Straße und wir schießen etwas weit hinunter. So verpassen wir irgendwie die Abzweigung nach Wald im Pinzgau (885 m) und landen fast in Neunkirchen bevor uns ein Schild wieder auf den rechten Weg bringt. Danach geht es zunächst auf der Straße, später über den Krimmler Radweg bis nach Krimml (1076 m).

Blick auf die Venedigergruppe
Blick auf die Venedigergruppe
Am Trottenköpfl mit Blick auf die Krimmler Wasserfälle
Am Trottenköpfl mit Blick auf die Krimmler Wasserfälle

Da sich der Hungerast in der Truppe breit macht, verdrücken wir hier jeder eine Pizza beim Blick auf die beeindruckenden Krimmler Wasserfälle. Vor der Weiterfahrt will Alexander in einem Bikeshop sein knarzendes Tretlager untersuchen lassen, aber heute ist irgendein Feiertag ist. Das erklärt mir auch, warum so unglaublich viele Touristen herumlaufen.

Vom Essen gefüllt können wir uns nur schwer in Gang setzen, um den zweiten Anstieg des Tages zum Krimmler Tauernhaus (1631 m) anzugehen. Der Weg zu den Wasserfällen ist total überlaufen. Ab und zu Wanderer, dazwischen immer wieder Kleinbusse, die Touristen hinauf zum Tauernhaus bringen, und dann jede Menge Radfahrer (obwohl diese Bezeichnunng sicher übertrieben ist) jeden Alters, die sich auf den komischsten Hobeln zu Tal stürzen. Wie sie hinaufgekommen sind, bleibt ungeklärt, es bleibt eigentlich nur der Bus.

Krimmler Wasserfälle von oben
Krimmler Wasserfälle von oben

Neben dem sich ständig bietenden Blick auf die imposanten Wasserfälle, ist eine weitere interessante Stelle ein knapp 300 m langer Tunnel. Ich habe gelesen, dass man dafür unbedingt Lampen mitnehmen soll, wir haben natürlich keine. Trotz strahlender Sonne, wird es schon kurz nach der Einfahrt so dunkel, dass man nur noch einen hellen Punkte am Ende sehen kann. Wir Schieben hindurch, was sicher auch bei dunklerem Wetter ohne Lampen machbar ist. Oberhalb des Tunnels schauen wir uns die Wasserfälle an. Leider kann man sie nur sehr schlecht im Foto festhalten.

Hochtal zum Krimmler Tauernhaus
Hochtal zum Krimmler Tauernhaus
Das Krimmler Tauernhaus (1660 m)
Das Krimmler Tauernhaus (1660 m)

Nachdem wir die Wasserfälle erklommen haben, öffnet sich ein wunderschönes Hochtal, durch das der Weg fast ebenerdig verläuft. Ohne den Bach, der uns entgegen kommt, könnte man sogar das Gefühl bekommen, es geht bergab. Gemütlich rollen wir den Weg entlang, auf dem leider immer noch die lästigen Busse und zahlreiche Wanderer unterwegs sind. Als wir das Tauernhaus erreichen ist es bereits brechend voll, alles Wanderer. In einer Vorahnung habe ich bereits gestern angerufen und für uns eine Übernachtung reserviert. Wir waschen noch unsere Sachen aus und hängen sie hinter dem Haus in der Sonne auf. Wie üblich klingt auch dieser Tag mit einigen Radlern aus. Mit Spannung erwarten wir den nächsten Tag, an dem wir den Alpenhauptkamm am Krimmler Tauern erklimmen werden. Eine Etappe, auf die ich seit meiner ersten Alpentour warte.

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