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Samstag, 25. August 2001

Tag 1: Über den Schrofenpass zur Freiburger Hütte

Oberstdorf - Schrofenpass - Lech - Freiburger Hütte Streckenbeschreibung

Start: 13.30 Uhr - Stop: 18.30 Uhr - Kilometer: 47 km - Höhenmeter: +1500 hm / -450 hm - Schnitt: 11,2 km/h - Fahrzeit: 4¼ h

Alle Jahre wieder: Daniel bei der Abfahrt am Bahnhof in Bingen
Alle Jahre wieder: Daniel bei der Abfahrt am Bahnhof in Bingen
Am Bahnhof in Oberstdorf: wir machen uns startklar
Am Bahnhof in Oberstdorf: wir machen uns startklar
Treffen mit Felix und Karsten in Mainz
Treffen mit Felix und Karsten in Mainz

Um 6 Uhr klingelt der Wecker. Eine Stunde später treffe ich (Daniel) meinen langjährigen Alpencross-Begleiter Alexander am Bahnhof in Bingen. Karsten und Felix, die beide schon einmal mitgefahren sind, sammeln wir in Mainz auf. Bei strahlendem Sonnenschein landen wir gegen Mittag in Oberstdorf (813 m), wo wir uns an einem Supermakrt noch den Bauch vollschlagen. Ich kann kaum erwarten, dass wir endlich losfahren.

Auffahrt zum Schrofenpass durch das Rappenalpental
Auffahrt zum Schrofenpass durch das Rappenalpental
Fußmarsch zum Schrofenpass
Fußmarsch zum Schrofenpass

Die heutige Etappe bis zur Freiburger Hütte kennen Alexander und ich von einer vergangenen Tour, bei der ich allerdings mit einer fiesen Erkältung zu kämpfen hatte. Es geht zunächst durch das Rappenalpental, das vor allem am Ende beeindruckende Steigungswinkel zu bieten hat. Dann folgt das Schiebestück zum Schrofenpass (1687 m), bei dem es auch über die weit bekannte Metallleiter geht, die einen kleinen Abgrund überwindet. Alexander stellt zwar treffend fest, dass das nicht der optimale Weg zum Radfahren ist, er gehört als einziger sinnvoller Übergang von Oberstdorf nach Österreich aber zum Pflichtprogramm.

Schiebepassage zum Schrofenpass
Schiebepassage zum Schrofenpass
Felix auf der Metallleiter
Felix auf der Metallleiter
Ich überwinde die bekannte Metallleiter
Ich überwinde die bekannte Metallleiter

Der Pass selbst ist unspektakulär. Es gibt wenig Aussicht. Erst einige Meter weiter öffnet sich der Blick nach Süden. Auf den ersten Downhillmetern haben wir einige Probleme mit einer vierköpfigen Wandererfamilie, deren "Anführer" Mountainbiker offenbar gar nicht ausstehen kann und uns nicht vorbeilässt. Als der Weg zum richtigen Weg wird, lassen wir sie hinter uns und sausen nach Warth (1400 m). Auf dieser Abfahrt gibt es einen Brunnen, den ich leider übersehen habe. Über die Straße erreichen wir wenig später das Touristenörtchen Lech.

Der Formarinsee und die Freiburger Hütte
Der Formarinsee und die Freiburger Hütte

In der Abendsonne geht es von dort auf einem Teersträßchen der Freiburger Hütte (1918 m) entgegen. Für den Autoverkehr ist die Strecke zwar gesperrt, aber es fahren alle paar Minuten nervige Pendelbusse an uns vorbei. Trotz einen eingeschobenen Powerbars werden meine Beine langsam schwer. Es war ein langer Tag und wir haben nichts Richtiges zu Mittag gegessen. Alexander und Felix sind davongefahren, nur Karsten sehe ich ab und zu mal vor mir. Ich bin erleichert, als wir den Formarinsee erreichen, an den ich mich noch sehr gut erinnern kann. Der Blick über den See hinüber zur Freiburger Hütte ist einer der einprägsamsten, die ich auf meinen Alpentouren erlebt habe.

Als wir nach der Umrundung des Sees die Hütte erreichen, platzt sie breits aus allen Nähten. Es ist schweinevoll. Die Hütte liegt auf einer der Hauptrouten und es ist Wochenende. Krasse Fehlplanung kann ich nur sagen. Ich habe zwar Mittags angerufen und man hat mir gesagt, dass wir auf jeden Fall einen Schlafplatz bekommen, die Nacht im überquellenden Matrazenlager war allerdings grausam, trotz Ohropax. Man muss den Hüttenbetreibern aber zugute halten, dass sie immer alles unter Kontrolle hatten und immer freundlich waren. Erwähnenswert ist noch, dass ich trotz Warmduschmarken eine sehr erfrischende Dusche erleben durfte, was sich in den nächsten Tagen mehrmals wiederholen sollte.

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