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Freitag, 25. Juli 2003, bis Sonntag, 27. Juli 2003

Tag 9: Auspannen am See

Riva Streckenbeschreibung

Nun warten zwei Tage Extreme Couching auf uns. Wir bewegen das Rad nur noch, um zum Strand und zur Nahrungsaufnahme zu kommen. Den ganzen Freitag gammeln wir zu viert oder auch zu sechst am Strand herum, denn auch die zwei Münchner Mädels sind in der Zwischenzeit in Riva eingetroffen. Wir gucken schon mal einen Teil des Rohfilms, der während der Tour entstanden ist. Etwas Bearbeitung wird bei fast 4 h Material zu Hause allerdings noch nötig sein. Das Lesen der Zeitung ist nochmal Schwerarbeit, denn der Wind ist ein starker Gegner. Abends gehen wir alle zusammen zu Elmars Pizzeria Bellavista, und nachdem der erste Rotwein sich gesetzt hat, füllen in einer Bar noch etwas nach. Schön war es gewesen.

Abschiedsfoto in Riva
Abschiedsfoto in Riva

Der Samstag steht ganz im Zeichen der TAC, auch als Transalp-Challenge bekannt. Ganz bewusst ist unser Verweilen in Riva so geplant, dass wir den Zieleinlauf und die abendliche Party miterleben können. Heute ziehen alle ihre eigenen Wege und so bin ich nur mit Alex unterwegs, als die ersten Teams ins Ziel stürmen. Irgendwie ist das aber eine andere Welt, mit der wir uns nicht identifizieren können. Trotzdem gehen wir Abends zu der Party, auf der wir uns wieder alle sechs zusammenfinden. Riesentrubel und ein Haufen besoffener TAC-Biker, die nach 8 Tagen Abstinenz endlich wieder ein Bier abbekommen haben. Elmar und ich quatschen noch kurz mit Robert alias dede aus dem IBC-Forum, der bereits zum wiederholten Male bei der TAC mitgefahren ist. Nach einem gemeinsamen Abschlussfoto von Alexander, Elmar, Ralph, Anja, Kathrin und mir, verabschieden Alex und ich uns auf mein Drängen, denn wir müssen morgen früh um 5 Uhr aufstehen, um rechtzeitig in Rovereto am Bahnhof zu sein.

Der nächste Tag beginnt mitten in der Nacht. Ohne Frühstück begeben wir uns auf die Räder, um das Pflichtprogramm zum Bahnhof zu absolvieren. Es dämmert gerade, als wir am Hotel aufbrechen. Über Torbole, die alte Straße nach Nago und den Radweg sind wir 2 Stunden später am Bahnsteig. Wir sind nicht die einzigen mit Rädern, aber es gibt keine Probleme in den Zug zum Brenner kommen. Am Brenner haben wir noch einmal 2 h Aufenthalt. Genug Zeit für ein gesundes Dönerfrühstück, denn der Hunger quält nun ziemlich. Mit dem zusätzlichen Ballast im Magen beschließen wir die 40 km nach Innsbruck mit dem Bike zu vernichten, immerhin 1300 m bergab, ich kenne die Strecke bereits. Im Windschatten geht es mit Vollgas die Brennerstraße hinunter. Man muss aber kräftig treten, um auf Tempo zu bleiben, der Wind ist wie eine Wand. Nach einer Stunde haben wir es geschafft, nicht schlecht für 40 km. Wir erreichen sogar noch einen Zug eher und sind eine Stunde früher Mittenwald als geplant, dabei habe ich auf dem Stück mit Problemen gerechnet, weil ich im Internet von einem Busersatzverkehr gelesen hatte. So geht auch der diesjährige Alpencross zu Ende und das Warten auf das nächste Jahr beginnt. Die Strecke vom Bodensee nach Riva liegt ja noch auf Halde und wartet nur darauf erkundet zu werden.

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