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Höhenprofil

Freitag, 11. Juli 2014

Tag 1: Auftakt

Lindau - Bregenz - Rheinradweg - Bad Ragaz - Triesenberg - Sücka Streckenbeschreibung

Start: 12:15 Uhr - Stop: 19:15 Uhr - Kilometer: 75 km - Höhenmeter: +1100 hm / -125 hm - Maximale Höhe: 1433 m - Schnitt: 14,3 km/h - Fahrzeit: 5:15 h

Startschuss in Lindau
Startschuss in Lindau

Wir treffen uns um die Mittagszeit alle drei in Lindau (397 m) am Bodensee. Andreas ist bereits am Vorabend aus Thüringen zu mir an den Mittelrhein gekommen, so dass wir zusammen im Auto anreisen konnten. Felix bemühte die Schweizer Bahn, um aus Zürich zu uns zu stoßen. Als Startpunkt hat sich Lindau bei mir vor 10 Jahren schon mal bewährt. Es ist der letzte Ort vor der Grenze und ein schöner noch dazu. Der Nachteil ist, dass die erste Etappe entweder ein Stück durch das unspannende Rheintal führt oder zeitraubend durch Bregenzer Wald oder das Appenzeller Land. Variante 1 ist unser Weg.

Bodenseeradweg nach Bregenz
Bodenseeradweg nach Bregenz

Wir müssen den Rheinradweg zum Glück nur bis nach Vaduz (455 m) fahren. Das sind zwar auch über 60 km, aber besser als die mehr als 100 km bis Chur, die ich beim letzten Mal absolvierte. Das Wetter ist recht interessant heute. Während wir uns bei Sonnenschein in Lindau startklar gemacht haben, hängen in Richtung Schweiz dunkle Regenwolken, die einiges herunterlassen. Auf unserem Weg nach Süden schieben wir diese Wolken und den Regen förmlich vor uns her. Der Boden ist zwar noch nass, über uns zeigen sich aber meistens Wolkenlöcher und die Sonne. Dennoch sind die Aussichten für die nächsten Tage ziemlich duster.

Rheinradweg, Regenfront voraus, Liechtenstein im Hintergrund
Rheinradweg, Regenfront voraus, Liechtenstein im Hintergrund

Eine kurze Supermarktpause in Bregenz füllt das Mittagsloch und unsere Vorräte. Der Aufenthalt in Österreich währt aber nur kurz. Auf dem ausgeschilderten Radweg queren wir bald den Rhein und gelangen in die Schweiz. Dem dritten Land innerhalb weniger Stunden. Es wird nicht der letzte Grenzübertritt für heute sein. Auf der Schweizer Seite führt der Radweg nun ziemlich langweilig gen Süden. Die Berge links und rechts sind noch in weiter Ferne. Da ist das Mittelrheintal bei mir zu Hause interessanter. Aber die Aussicht, bald in Liechtenstein einzureisen, dieses exotische und gefühlt sehr ferne Land, motiviert mich ungemein. Seit über 10 Jahren wollte ich dort einmal hin, nun passt es zeitlich endlich in eine Tour hinein.

Die Liechtensteiner Berge nähern sich allerdings nur langsam. Erst nach und nach tauchen sie as den Wolken auf. Kurz vor Vaduz wechseln wir die Rheinseite und überqueren respektvoll die Grenze ins Fürstentum. Mein Gedanke: Ich war wohl noch nie weiter draußen aus Europa als hier.

Grenzübertritt
Grenzübertritt
Ankunft Vaduz
Ankunft Vaduz
Vaduz
Vaduz
Schloss Vaduz
Schloss Vaduz

In Vaduz stärken wir uns noch einmal für die anstehende Arbeit. 1000 hm bis über den Kamm hinüber ins geografische Herz des kleinen Landes. Das ist für den Anreisetag ganz ordentlich. Schließlich ist bereits Nachmittag und wir haben auch schon etliche Flachkilometer in den Beinen. Abseits der Straße schrauben wir uns an Schloss Vaduz vorbei bis nach Triesenberg (884 m) hinauf. Verkehr wäre auf der Straße auch nicht viel, aber die paar Autofahrer, die unterwegs sind, treten ihre Dickschiffe sehr unkontrolliert den Berg hinauf.

Scheiteltunnel
Scheiteltunnel
Ankunft am Gasthaus Sücka
Ankunft am Gasthaus Sücka

Uns rennt ein bisschen die Zeit davon, weshalb ich beim Sücka unsere Ankunft noch einmal telefonisch bestätige. Das Rheintal liegt mittlerweile tief unter uns und wir knacken das erste Mal die 1000er Marke. Auf den letzten Metern bis zum alten Scheiteltunnel bei 1433 m hatten es die Liechtensteiner offenbar besonders eilig. Das unangenehmste Stück der Auffahrt. Ein paar Regentropfen kommen nun auch noch herunter.

Am Tunnel sind wir alle drei froh, dass der Tag geschafft ist. Nur ein paar Meter sind auf der anderen Seite noch zu rollen. Dann stehen wir vor dem Gasthaus Sücka, welches ich sofort ins Herz geschlossen habe. Rustikale Elemente, schöne Lage, nette Wirtsleute. Das passt! Obwohl es in Liechtenstein nicht viel Platz gibt, ist dieses Rhein-abgewandte Tal nur sehr dünn besiedelt.

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