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Höhenprofil Tag 4
Höhenprofil Tag 4

Montag, 20. August 2018

Tag 4: Übergangsetappe

Mallnitz - Obervellach - Sachsenburg -Fellscharte - Weissensee - Naggl - Hermagorer Bodenalm Streckenbeschreibung

Start: 09:30 Uhr - Stop: 16:00 Uhr - Kilometer: 65 km - Höhenmeter: +1350 hm / -1275 hm - Maximale Höhe: 1280 m - Schnitt: 14,3 km/h - Max: 64 km/h - Fahrzeit: 4:30 h

Gasthaus Edlinger in Mallnitz (1191 m)
Gasthaus Edlinger in Mallnitz (1191 m)
Blick in Richtung Mölltal und Polinik (2784 m)
Blick in Richtung Mölltal und Polinik (2784 m)

Nach der Querung des Hauptkammes kommt nun etwas Fleißarbeit, das heißt Strecke machen. Wir haben das Salzburger Land gestern verlassen und befinden uns nun in Kärnten, wo ich selbst noch nie mit dem Rad unterwegs war. Die richtig hohen Berge gibt es erst mal nicht mehr. Erst der Triglav-Nationalpark in Slowenien bringt in zwei Tagen noch mal alpines Flair. Heute wird es nach Plan durch das Mölltal und an der Drau entlang bis zum Weissensee gehen. Gestern Abend haben wir ein bisschen recherchiert und die Hemagorer Bodenalm als mögliches Ziel kurz hinter dem Weissensee entdeckt. Zur Zeit meiner Tourplanung gab es diese Übernachtungsmöglichkeiten noch gar nicht. Dort hätten wir gleich zwei Vorteile: Wir müssen nicht am touristischen Weissensee in ein Hotel klettern und es bietet sich für morgen die Möglichkeit auf dem weiteren Weg nach Osten in Richtung Arnoldstein längere Zeit in der Höhe zu bleiben, anstatt unten durch das riesige Gailtal zu Rollen

Auf der alten Bahntrasse nach Obervellach
Auf der alten Bahntrasse nach Obervellach
Weniger alte Bahntrasse
Weniger alte Bahntrasse

Wir verlassen Mallnitz (1191 m) auf verbotenen Wegen am Bach und biegen direkt hinter dem Bahnhof links ab, wo wir mit unserem Track auf eine ausgelassene Bahntraße gelangen. Die Beschilderung ist nicht so dolle, aber es lohnt sich. Auf der Trasse rollen wir wie auf einem Balkon dem Mölltal entgegen, vorbei an ehemaligen Bahnstationen und ohne Verkehr. Die Piste endet am ehemaligen Bahnhof von Obervellach, wo man leider auf einem Sträßchen die knapp 400 hm hinunter in den Ort (687 m) vernichten darf.

Sachsenburg (559 m)
Sachsenburg (559 m)
Auffahrt zur Alm hinterm Brunn (1275 m)
Auffahrt zur Alm hinterm Brunn (1275 m)
Radweg an der Drau
Radweg an der Drau

Auf dem nicht besonders interessanten Radweg folgen wir über viele Kilometer der Möll bis zum Zusammenfluss mit der Drau. Erst das schöne Örtchen Sachsenburg (559 m) bietet sich für ein zweites Frühstück an. Danach noch ein Stückchen den Radweg an der Drau flußaufwärts, kommt bei Fellbach (587 m) der einzige nennenswerte Anstieg für heute: durch den Wald auf guter Piste bis zur Alm hinterm Brunn (1275 m). Dieses Mal sind wir sogar fast gleichzeitig oben und entscheiden uns für eine kleine Mittagspause.

Hochebene an der Fellscharte
Hochebene an der Fellscharte
Alm hinterm Brunn (1275 m) an der Fellscharte
Alm hinterm Brunn (1275 m) an der Fellscharte

Die Alm sollte man sich wirklich anschauen. Der Garten ist wunderschön hergerichtet und man könnte locker etwas mehr Zeit an diesem Fleckchen verbringen. Doch während wir so sitzen, wird es südlich, über dem Taleinschnitt des Weissensees (930 m) bedrohlich dunkel und leider ist etwas Eile ist geboten. Kurz nach dem Aufbruch erwischt uns auf der kurzen Abfahrt zum See dann auch der Schauer. Er ist nicht von langer Dauer, aber es reicht, um ordentlich nass zu werden. Bei den sommerlichen Temperaturen kaum störend. Übrigens hatten wir überlegt, etwas östlicher herunter zu fahren und den See mit der kleinen Fähre zu queren. Da sämtliche abzweigende Waldwege wegen Orkanschäden gesperrt waren, funktionierte diese Idee nicht. Die Fähre ist ohnehin so klein und voll, dass ein Übersetzen auf diesem Wege unentspannt geworden wäre.

Der Weissensee (930 m)
Der Weissensee (930 m)

So queren wir den See über die zentrale Brücke und fahren auf der anderen Seite in Richtung Osten nach Naggl (952 m). Der See ist wirklich wunderschön, aber auch sehr touristisch. Es ist kein Verlust, die Übernachtung nicht hier zu machen. Bis zur Hemagorer Bodenalm (1251 m) sind es vom See nur noch 300 hm, also ein Katzensprung.

Entsprechend früh ist das Ziel erreicht. Liegestühle laden dazu ein, in der Sonne das erste Bier zu trinken. Die Unterkunft ist wirklich super gewählt. Nur wenige Kilometer entfernt vom Tourirummel hat man hier trotz der geringen Höhe noch mal so etwas wie alpines Almflair. Zusammen mit der Schneibsteinalm vom ersten Tag die schönste Unterkunft der Tour. Probleme bereitet mir allerdings mein Telefon, das nicht mehr auf „Touch” reagiert. Ich schalte es erst mal aus.

An der Hemagorer Bodenalm (1251 m)
An der Hemagorer Bodenalm (1251 m)
Hemagorer Bodenalm (1251 m), Blick nach Osten
Hemagorer Bodenalm (1251 m), Blick nach Osten
Hemagorer Bodenalm (1251 m)
Hemagorer Bodenalm (1251 m)
„Liebeskoje”
„Liebeskoje”

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