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Donnerstag, 3. Juli 1997

Tag 13: Ausspannen am Gardasee

Streckenbeschreibung

Nach einer durchzechten Nacht.
Nach einer durchzechten Nacht.
Ich am See.
Ich am See.

Der Tag beginnt mit reichlich Kopfschmerzen und unangenehmer Übelkeit. Da muss das Frühstück im Hotel Sport etwas kleiner Ausfallen. Als es uns etwas besser geht, genehmigen wir uns noch ein zweites Frühstück an einem Supermarkt und verbringen den Rest des Tages verkatert am See. Gegen Abend machen wir uns per Bike auf den Weg nach Rovereto, ohne genaue Vorstellungen, wie die Rückfahrt ablaufen sollte.

Promenade von Riva.
Promenade von Riva.
Alex am See.
Alex am See.
Gardasee.
Gardasee.
Ausspannen am See.
Ausspannen am See.

Der Weg nach Rovereto gestaltet sich schon mal unangenehm. Die alte Straße von Torbole nach Nago kennen wir noch nicht und quetschen uns neben fetten LKWs die Hauptstraße hinauf. Auch im weitern Verlauf ist ein Radweg Fehlanzeige. Nur wo die Kompasskarte es hergibt, fahren wir abseits der Straße. Den Bahnhof in Rovereto finden wir zum Glück direkt. Es ist gerade 20 Uhr und der Bahnbedienstete zieht uns vor der Nase den Rollladen herunter. Dann gibt es halt keine Tickets. Aber etwas zu Essen wäre nicht schlecht. Irgendwo mitten in der Stadt werden wir fündig, in einem familiären Lokal bekommen wir Rindfleisch mit Polenta.

Bahnhof in Rovereto.
Bahnhof in Rovereto.

Zurück am Bahnhof ist es stockdunkel. Besonders einladend ist das nicht und komische Gestalten laufen herum. Nach einigen Stunden ist zumindest das überstanden und wir befinden uns im Fahrradabteil des Zuges nach München. Dieses Abteil sollte auch unser Platz für die gesamte Zugfahrt bleiben. Randvoll mit Rädern, Koffern und anderen Fahrgästen, ist an ein Durchkommen zu den anderen Wagen unmöglich. So behalten wir zwar unsere Räder im Auge und dürfen verfolgen, wie die Italiener ihre Post transportieren, aber es ist eisig kalt und richtig bequem sind die Postsäcke auch nicht. Schlafen ist so gut wie unmöglich. Wenigstens den Rest des Weges von München bis Bingen legen wir luxuriös auf einem Sitzplatz zurück und haben die letzte Nacht schnell abgehakt. Müde aber mit Stolz kommen wir endlich wieder in der Heimat an, die auf einmal unheimlich flach wirkt.

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