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Freitag, 27. Juni 1997

Tag 7: In die Dolomiten

Kreuzwiesenhütte - Lüsen - Lasankenbach - Halslhütte - St.Peter/Pitzak Streckenbeschreibung

Die Dolomiten im Regen; am Fuße des Aferer Geisler.
Die Dolomiten im Regen; am Fuße des Aferer Geisler.
Die Folgen des Wetters; Villnöß Bach in Pitzak.
Die Folgen des Wetters; Villnöß Bach in Pitzak.
Die Folgen des Wetters; Villnöß Bach in Pitzak.
Die Folgen des Wetters; Villnöß Bach in Pitzak.

Alexander hat die Nacht überhaupt nicht geschlafen, bei mir ging es einigermaßen. Der Blick nach draußen, natürlich Regen. Hier wollen wir trotzdem nicht länger bleiben, also los. Runter nach Lüsen (981 m) und eine halbe Ewigkeit am Lasankenbach entlang, bis wir am Fuße des Aferer Geisler stehen. Wau. Ich mache trotz Regen schnell ein Foto.

Als wir auf dem weitern Weg an der Halslhütte (1866 m) vorbeikommen unterbrechen wir unsere Regenfahrt und wärmen uns erst mal auf. Nach drei Stunden Aufwärmen, zig Kakaos und einigen Kartenspielen regnet es noch immer. Unsere kurze Überlegung, direkt hier zu übernachten, wird von der Wirtin verworfen. Es gibt keine Schlafmöglichkeiten. Geld haben wir auch keines mehr. Für die nächste Unterkunft benötigen wir also einen EC-Automaten. Der nächste ist in Pitzak (1154 m) und das ist abseits unserer Route. Es bleibt keine Wahl, wir begeben uns wieder in den Regen und düsen die Straße hinunter. Die Unterkunft, die wir nach einigem Hausieren in unserem wirklich abschreckenden Regenoutfit endlich bekommen, ist hässlich, aber Hauptsache trocken. Alexander nutzt die glühend heiße Heizung, um sein Funktionsunterhemd zu trocknen ... und schön zerfließen zu lassen, wie wir nach unserem Essen in einem ungemütlichen Lokal feststellen müssen. Auch der Tag gehört abgehakt.

Von den katastrophalen Wetterbedingungen mürbe gemacht - immerhin hat es bis auf einen Tag, der mit einer Extrarunde am Astjoch endete, auf jeder Etappe geregnet - beraten wir, ob vielleicht ein Abbruch der Tour in Frage kommt. Auch mit unseren Bremsen sieht es nicht mehr gut aus. Der Satz Wechselbeläge ist fast runtergefahren. Wir wissen, die Schmach in der Heimat und das Gefühl, es nicht bis zum Ziel gepackt zu haben, sie wären unerträglich. Aber bei gleichbleibenden Wetterverhältnissen macht es keinen Sinn mehr. Erst mal abwarten bis morgen.

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