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Freitag, 26. Juli 2002

Tag 10: Abfahrt nach Rovereto und Ausrollen zum Gardasee

Rif. Gen. A. Papa - Palon - Rif. Lancia - Roverto - Riva Streckenbeschreibung

Start: 08:00 Uhr - Stop: 14:30 Uhr - Kilometer: 52 km - Höhenmeter: +350 hm / -2200 hm - Schnitt: 12,8 km/h - Fahrzeit: 4 h

Auf dem Weg zum Arco Romano auf dem Pasubio
Auf dem Weg zum Arco Romano auf dem Pasubio
Sette Croci auf dem Pasubio mit der Dente Italiano und Dente Austriaco im Hintergrund
Sette Croci auf dem Pasubio mit der Dente Italiano und Dente Austriaco im Hintergrund

Bilderbuchwetter erwartet uns, kein Nebel, keine Wolken, es ist einfach traumhaft. Es heißt, dass man vom Pasubio bis nach Venedig sehen kann. Ich bin mir zwar nicht 100%ig sicher, aber die Adria kann man am Südhorizont tatsächlich sehen bzw. erahnen. Heute steht uns der Zieleinlauf am Lago bevor. Wir behalten uns noch vor, ob wir von Rovereto den Radweg fahren oder den interessanten, aber anstrengenden Weg über Passo Bordala und Monte Velo nehmen. Auf dem Weg vorbei am Arco Romano zur Kapelle genießen wir noch einmal das unbeschreibliche Panorama in alle Richtungen und lassen erneut den Pasubio auf uns wirken. In der Morgensonne wirkt alles etwas anders, als gestern Abend in der Dämmerung, nicht mehr so bedrohlich.

Toller Trail auf dem E5 Richtung Rifugio Lancia
Toller Trail auf dem E5 Richtung Rifugio Lancia
Felgenplatzer bei Elmar, zum Glück am letzten Tag
Felgenplatzer bei Elmar, zum Glück am letzten Tag

Es ist wichtig, ab den Sette Croci (2077 m) den richtigen Weg zur Rif. Lancia (1825 m) zu wählen. Hat man den E5 erst mal erreicht, kann man das komplette Stück zur Rifugio auf einem Trail mit Panoramagarantie fahren. Wir haben sogar den Lago di Ledro gesehen und ihn zunächst für den Gardasee gehalten. Ab der Lancia führt zunächst ein Schotterwegdownhill, später Teer bis hinunter nach Rovereto (204 m). Leider war das Stück für Elmars Bike zuviel. Zum ersten Mal in unserem Leben, sehen wir live einen Felgenplatzer, die Felge ist also durchgebremst. Was tun? Zum Glück sind wir schon so nahe am Ziel. Das müsste mit dem Rad noch machbar sein. Elmar hängt also die Bremse aus und fährt nun mit der Heckbremse auf Volllast ganz langsam die restlichen paar Hundert Höhenmeter bis Rovereto. Ein Bremsplatten wegen einer überhitzen Felge bleibt ihm erspart.

Eisenbahnfahrt am Supermarkt in Roverto
Eisenbahnfahrt am Supermarkt in Roverto
Zielfoto am vollen Strand von Riva
Zielfoto am vollen Strand von Riva
Yeah! Wieder mal geschafft
Yeah! Wieder mal geschafft

Vor einem Supermarkt nehmen wir eine letzte Mahlzeit ein, suchen uns dann den Radweg Richtung Torbole und kurbeln entspannt dem Ziel entgegen. Die Variante über Monte Velo streichen wir wegen zuvieler Höhenmeter und wegen Elmars kaputter Felge aus dem Programm. Es ist das erste Mal, dass ich über den Passo Giovanni und Torbole den Gardasee erreiche. Nicht sehr spektakulär, aber doch ein erhabenes Gefühl. Zehn Etappen sind eine Menge und besonders die langen Tage haben viel Kraft gekostet. Elmar quartiert sich in der Jugendherberge von Riva ein, während ich mich mit meiner Freundin am Hotel Orchidea treffe.

Abschlussfeier beim Pizzaessen
Abschlussfeier beim Pizzaessen
Nächtliche Skiline von Riva
Nächtliche Skiline von Riva

Am Abend essen wir wie gehabt Pizza am Hafen von Riva und hauen reichlich Hauswein weg. Das war ein entspannter, aber würdiger Abschluss einer Transalp, die wegen der Eindrücke auf dem Ortigara und dem Pasubio auch etwas nachdenklich gemacht hat. Zwei Tage später bestaunen wir noch den Zieleinlauf der Transalp-Challenge, bevor sich Elmar per Bahn und Rad auf den Rückweg nach Wattens macht. Er erreicht mit seiner kaputten Felge sogar sein Auto. Ich habe mit meiner Freundin nun noch eine Woche Italien vor mir.

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